Ein Kind im Kindergarten präsentiert seine Zeichnung. Sehr idyllisch, was kann da schon schiefgehen? Bei „Saga“ so einiges. So endet die Präsentation einer Zeichnung auf der Pupsie Stinkefuß, ein Riesenfußmann abgebildet ist, mit einer blutüberströmten Kindergärtnerin und einem perplexen kleinen Mädchen. Das Kind ist Hazel, die Tochter von Alana und Marco, die zweier verfeindeter Spezies angehören und sich permanent auf der Flucht befinden.

Mit einem kleinen Kind ist das Leben auf der Flucht schon schwierig genug.  Ein Teenager-Geist als Babysitter, der Besuch der Schwiegereltern oder auch eine rachsüchtige Ex-Verlobte komplizieren das Chaos noch zusätzlich. Und ein Kind, das die sichtbaren Zeichen seiner Abstammung sowohl Flügel (von der Seite der Mutter), als auch Hörner (vom Vater) trägt, vereinfacht die Lage auch nicht gerade. Eine ungewöhnliche Mischung aus Liebesgeschichte, SciFi und Action mit Ungeheuern, neuen Welten, Intrigen und Familenproblemen. Doch die besondere Würze verleiht dem Ganzen der schräge, trockene Humor.

Die Serie hat auch die Juroren etlicher Preise überzeugt. Bei den Eisner-Awards, dem Comic-Preis überhaupt sahnt sie seit Jahren gleich in mehreren Kategorien ab. Ähnlich  auch beim Hugo Award, einem der wichtigsten Preise der SF- und Fantasyliteratur, sowie bei den Harvey-Awards!

Auf jeden Fall wert einmal reinzulesen.

„Saga“ von Brian Vaughan und Fiona Staples erschienen bei Cross Cult oder auszuleihen in der Stadtbücherei Ihres Vertrauens.

„Saga“ von Brian Vaughan & Fiona Staples in der Stadtbücherei Würzburg

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